Burgruine Münzenberg

Die unverkennbare Silhouette der Burgruine Münzenberg mit ihren beiden runden Bergfrieden ist schon von weitem zu sehen. Das „Wetterauer Tintenfass“, wie sie der Volksmund liebevoll nennt, gehört zu den bedeutendsten romanischen Burganlagen Deutschlands und diente kaiserlicher Herrschaftssicherung.

Auf einen Blick

Burgruine Münzenberg
35516 Münzenberg

Öffnungszeiten

Besuchsordnung

Eine Karte von Hessen HESSEN

Geschichte

Mit ihren zwei mächtigen Bergfrieden, dem zwischen ihnen hochaufragendem Giebel und den massiven, teils zinnenbewehrten Mauern ist die Burgruine Münzenberg (oder kurz: Münzenburg) heute das Wahrzeichen der Wetterau.

Machtanspruch der Staufer

Errichtet wurde sie einst als Manifest des Machtanspruchs der Staufer, jener Familie, die zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert die römisch-deutschen Könige und Kaiser stellten. Mit damals insgesamt zehn Burgen in der Wetterau demonstrierten und sicherten sie ihren Anspruch auf das Land. Unterstützt wurden sie dabei von örtlichen Adelsgeschlechtern, die ihnen - wie die Familie von Hagen-Arnsburg - als Reichministeriale direkt unterstellt waren.

Kuno von Hagen-Arnsburg, der Mitte des 12. Jahrhunderts die Burg errichten ließ, nannte sich nach seinem neuen Domizil fortan Kuno von Münzenberg. Durch seine enge Verbindung zu Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) wurden er und seine Familie zur beherrschenden territorialpolitischen Macht in der Wetterau.

Steinerner Weg zwischen Burgmauern und Pflanzen, der zu einem Torbogen führt.

Wer in das Innere der Burgruine möchte, muss erst die Vorburg mit Mitteltor passieren.

Foto: Michael Leukel, 2020

Blick durch großen Steinbogen auf Burgruine und blauen Himmel.

Das spitzbogige Mitteltor teilt die Vorburg in zwei Bereiche. Von hier geht es weiter zum Zugang zur Kernburg.

Foto: Michael Leukel, 2020

Imposanter Burghof mit Burgturm mit Flagge, umgeben von gemauerten Ruinen und einem großen Baum bei blauem Himmel.

Blick über den Burghof nach Osten zum staufischen Bergfried. Rechts liegt der romanische Palas, links der Falkensteiner Palas.

Foto: Michael Leukel, 2020

Burgmauer und Turm unter blauem Himmel, Überreste einer Festung mit Steinmauer und Weg.

Der die Kernburg fast vollständig umlaufende Wehrgang wurde wieder begehbar gemacht.

Foto: Michael Leukel, 2020

Blick nach unten auf eine hölzerne Wendeltreppe in einem dunklen, steinernen Turm.

Auf den knapp 30 Meter hohen Ostturm gelangt man über ein massives, frei stehendes Treppenhaus.

Foto: Michael Leukel, 2020

Panoramablick auf Burgruine mit Türmen und Mauern, umgeben von Feldern und Häusern in einer ruhigen ländlichen Landschaft.

Die Aussicht vom Ostturm über die Burgruine mit dem westlichen Bergfried und die Landschaft der Wetterau ist herrlich.

Foto: Michael Leukel, 2020

Vogelperspektive auf verfallene Ruine mit hohen Mauern, einem Schlot und viel Grün drumherum.

Tagen & Feiern auf der Burg

Der Außenbereich der Burgruine kann für Veranstaltungen bei uns angemietet werden.