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Tempel der Pomona

Der Tempel der Pomona im Bad Homburger Schlosspark lädt in die Welt der Obstkultur ein. Die kleine Dauerausstellung zeigt historische und im Handel zu erwerbende Apfel- und Birnensorten als naturgetreue Nachbildungen. In kompakter, wie anschaulicher Form präsentiert die Ausstellung komplexes Wissen zur Geschichte des Gebäudes und der umliegenden Gartenpartien sowie zur Biologie, Botanik, Kultur, Verwendung und Historie von Obst. Auf nur 4 mal 4 Metern werden über 150 Exponate in dem historischen Gartenhäuschen des Schlossparks ausgestellt.

Das 1776 erstmals erwähnte Gartenhäuschen ist der römischen Göttin der Obstgärten und Baumfrüchte gewidmet: ein Zeichen für die schon damals große Bedeutung des Herrschaftlichen Obstgartens. Es wurde 2020 rekonstruiert und lädt nun zum Entdecken der historischen Obstsorten ein.

Der Tempel der Pomona im herbstlichen Schlosspark Bad Homburg

Aus einem Gartenhaus im chinoisen Stil wurde ein kleines Museum: der Tempel der Pomona

Foto: Alexander Paul Englert

Blick in den Tempel der Pomona Uwe dettmar

Durch die Fensterornamente kann man bereits von außen einen Blick ins Innere erhaschen.

Foto: Uwe Dettmar

Tempel der Pomona im Schlosspark Bad Homburg

Ein kleiner Raum für eine große Fülle an Informationen über historische Obstkultur

Foto: Alexander Paul Englert

Ein Apfel für jeden Geschmack

Rund 200 verschiedene Apfel- und Birnensorten wurden einst im Schlossgarten angebaut wurden. Inventare aus den Jahren 1893-1904 listen ihre Anzahl, den jeweiligen Standort und die historischen Sortennamen genau auf.

Die Listen lesen sich malerisch: Winter-Goldparmäne, Kasseler Renette, Gravensteiner, Jonathan, Champagnerrenette und Morgenduft sind nur einige davon. In den Supermarktregalen werden heute nur noch rund 15 Sorten angeboten. Aber auch diese werden gezeigt: Man kann ihr Aussehen, ihre Entstehungsbedingungen und ihre Geschmacksnuancen mit den alten Sorten vergleichen.

Schautafeln im Tempel der Pomona Alexander Paul Englert

Auf entnehmbaren Schautafeln können sich Besucherinnen und Besucher informieren.

Foto: Alexander Paul Englert

Modell der Rheinischen Schafsnase Uwe Dettmar

Eines der äußerst realistischen Modelle: die Rheinische Schafsnase

Foto: Uwe Dettmar