Tag des Offenen Denkmals bei den Hessischen Schlössern und Gärten

Am 10. September 2023 ist der Tag des Offenen Denkmals. Seit 30 Jahren, immer am zweiten Sonntag im September, öffnen bundesweit über 5.000 Denkmäler die Türen und Tore und laden ein, Geschichte hautnah zu erleben. Der Tag des Offenen Denkmals wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz organisiert.  

Die Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen nehmen auch in diesem Jahr an dem Aktionstag teil und bieten an ausgewählten Sehenswürdigkeiten ein vielfältiges Programm an. 

Schloss und Schlosspark Bad Homburg

Wie entsteht ein Teppichbeet?
Sonderführung mit Claudia Kolter 
11:00 Uhr bis 12:00 Uhr 

Im Schlosspark Bad Homburg dreht sich alles rund ums Thema Teppichbeet. Was ist ein Teppichbeet? Wann waren Teppichbeete modern und wo gibt es heute noch Teppichbeete zu sehen? Die Gartendenkmalexpertin Claudia Kolter führt durch den Obergarten des Schlossparks, auch die Gewächshäuser des Parks werden besichtigt. 

Teppichbeet im Obergarten des Schloss Bad Homburg.

Alexander Paul Englert, 2020

Die Orangerie von Schlosspark Bad Homburg.

Alexander Paul Englert, 2020

Obergarten mit Blick auf die Erlöserkirche. 

Alexander Paul Englert, 2020

Blick ins Gewächshaus.

Uwe Dettmar, 2021

Einhardsbasilika in Michelstadt-Steinbach

Karolingische Baukunst in Steinbach
Zwei Sonderführungen mit Corinna Panayi-Konrad
11:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 15:00 Uhr 

Die Einhardsbasilika in Michelstadt-Steinbach wurde zwischen 815 und 827 von Einhard, dem Berater und Vertrauten der Kaiser Karl des Großen Ludwig des Frommen erbaut. Von dem ursprünglichen Bau sind das Mittelschiff, der nördliche Nebenchor und die Krypta erhalten. Im Mittelschiff lassen sich Reste der Kirchenbemalung finden. Die Einhardsbasilika gilt heute als eines der bedeutendsten Beispiele karolingischer Baukunst in Deutschland.

Die Einhardsbasilika mit Ziegelsteinen und roten Ziegeldächern, umgeben von grünem Rasen und Bäumen, unter einem leicht bewölktem blauen Himmel.

Die Einhardsbasilika im Odenwald ist eines der am besten erhaltenen Beispiele karonlingischer Architektur in Deutschland. 

Foto: Michael Leukel, 2020
Hoher steinerner Raum mit offenem Dachstuhl aus Holzbalken und kleinen Fensteröffnungen.

Der offene Dachstuhl der Basilika wurde 1168 aus Eichenbalken erbaut. 

Foto: Michael Leukel, 2020
Die Einhardsbasilika mit Ziegelsteinen und rotem Ziegeldach, umgeben von grünem Rasen und Bäumen bei wolkenlosem Himmel.

Der helle Putz an der Nordwand der Basilika wurde um das Jahr 827 aufgetragen. 

Foto: Michael Leukel,2020

Die Basilika ist nach ihrem Bauherren Einhard benannt, einem wichtigen Vertrauten und Berater Karls des Großen. 

Michael Leukel, 2020

Schloss und Schlossgarten Weilburg

Offenes Gewächshaus und Begehung des Stadtturms
11:00 Uhr bis 16:00 Uhr 

Im Schlossgarten Weilburg dürfen Besuchende hinter die Kulissen des Gewächshauses blicken. Sie sind eingeladen die technische Einrichtung des modernen Gewächshauses erkunden und Auszubildenden aus dem Gebiet der Zierpflanzengärtnern über die Schultern zu schauen. Abschließend können selbstgezogene Kräuter erwerben werden. Zusätzlich ist der Stadtturm Weilburgs geöffnet. Bis 16:00 Uhr ist die Begehung des Turms möglich.

In der unteren Orangerie wurden Zitruspflanzen über den Winter gelagert.

Michael Leukel, 2017

Im Gewächshaus des Schlossparks werden jedes Jahr tausende Pflanzen herangezogen...

Olli Heimann, 2016

... und per Hand eingetopft.

Olli Heimann, 2016

Ehemalige Benediktinerabtei Seligenstadt

Vom Klostergarten zum Ausflugsziel
Expertinnenführung mit Bianca Kircher-Limburg
14:00 Uhr bis 15:00 Uhr 

Heute präsentiert sich der Seligenstädter Klostergarten wieder in seiner barocken Gestalt. Doch seit dem Auszug der letzten Mönche, war die ehemalige Klosteranlage einem steten Wandel unterworfen. Bei einem Rundgang über das Klostergelände zeigt Bianca Kircher-Limburg anhand von historischen Ansichten und Fotografien wie sich die ehemalige Benediktinerabtei nach dem Auszug der Mönche entwickelt hat.

Die Benediktiner lebten als Selbstversorger und kultivierten Obst-, Gemüstepflanzen und Heilkräuter im Klostergarten. 

Olli Heimann, 2016

Auch heute wachsen im ehemaligen klösterlichen Nutzgarten wieder Gemüse, Salat und Kräuter.

Olli Heimann, 2016

Der Apothekergarten wurde in Anlehung an seinen Zustand im 18. Jahrhundert angelegt. 

Olli Heimann, 2016

Kloster Konradsdorf

Über die Geschichte und Instandsetzung des Klosters
Expertenführung mit Stephan Kummer
14:00 Uhr bis 15:00 Uhr 

Kloster Konradsdorf zählt zu den schönsten und qualitätsvollsten Bauten der Romanik in Hessen. Nach aufwendigen Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten wurde das Gelände im Juni diesen Jahres wieder eröffnet. Es bereichert damit die hessische Kulturlandschaft um ein hochkarätiges Ausflugsziel.

Erfahren Sie Wissenswertes zur Geschichte des Prämonstratenserinnen-Klosters und dessen Instandsetzung.


Blick über das Dach des Kloster Konradsdorf auf ländliche Umgebung mit Feldern und Bäumen.

Das Kloster Konradsdorf zählt zu den schönsten Bauten der Romanik in Hessen. 

Foto: Michael Leukel, 2023

Innerhalb eines historischen Gebäudes mit hohen, dicken Steinmauern und mehreren Rundbögen und rot verglasten Fenstern.

Die dreischiffige Pfeilerbasilika mit halbrunder Apsis ist schlicht gehalten, sie wurde auf den Fundamenten einer kleineren fränkischen Saalkriche erbaut. 

Foto: Anja Dötsch

Zwei historische Steinbauten auf wilder Blumenwiese unter einem klaren blauen Himmel.

Südlich des Kirchenbaus befindet sich das Probsteigebäude.

Foto: Michael Leukel, 2023