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Ausstellungsräume im Pisébau

Die spannende Dauerausstellung in der Remise des „Fremdenbaus“ erläutert dem Besucher zunächst die Besonderheit dieses Standorts als Pisébau. Pisé war die Neuentdeckung einer Lehmbauweise in der Architektur zum Ende des 18. Jahrhunderts, die sich größter Beliebtheit erfreute. Nach allgemeinen Informationen zu der Bauweise gelangt man mit weiteren Tafeln zu der Verwendung von Pisé im „Fremdenbau“ des Fürstenlagers ab 1810 als Versuchsbau. Die interessante Geschichte erläutert auch die Namensgebung des „Fremdenbaus“ ab 1830.

Weitere Ausstellungstafeln geben mit reich bebildertem historischen Fotomaterial Auskunft zur Entwicklung des Parks von der ursprünglichen Intention der Anlage eines Kurparks mit heilendem Quellwasser 1739–1767 bis hin zur Sommerresidenz der Großherzoglichen Familie ab 1783.

Die Entwicklung des sogenannten „Dörfchens“ mit Herrenhaus, Wache, Kavaliersbau, Marstall und etlichen weiteren Gebäuden um das Zentrum der ursprünglichen Brunnenanlage werden ebenso gezeigt, wie die von hier ausstrahlenden Alleen, die den Besuchern die Parkanlage im Stil des Englischen Landschaftsgartens zu Ende des 19. Jahrhunderts erschließen.

Fürstenlager, Grotte

Wie viele Landschaftsgärten verfügt auch das Fürstenlager über eine Grotte als Attraktion.

Foto: Olli Heimann, 2016

Die Besucher der 46 Hektar großen Parkanlage werden schon hier hingeführt zu den vielfältigen Parkarchitekturen wie Voliere, Grotte, Pavillon und Teehaus, Aussichts- und Ruheplätzen, die man durch Wiesen und Weinbauflächen zu Fuß erkunden kann

Auch das rätselhafte Bauwerk der sogenannten Jawansburg, von der zwischen waldartigem Bewuchs nur die Fundamente erhalten sind lockt zu einem Besuch. Insofern fungiert das Museum als ein guter Auftakt mit weitreichenden Informationen zur Erkundung dieser ganz außergewöhnlichen, historischen Parkanlage.