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Kaum auf dem Markt schlägt Lothar Machtans neues Buch "Der Kronprinz und die Nazis. Hohenzollerns blinder Fleck" seine Wellen

Seit wenigen Tagen ist das Buch „Der Kronprinz und die Nazis. Hohenzollerns blinder Fleck“ des Bremer Historikers Prof. Dr. em. Lothar Machtan auf dem Markt. Der Autor gibt vor, weitere kritische Anhaltspunkte zu den Umtrieben des ältesten Sohnes des abgedankten Kaisers Wilhelm II. (1859-1941) zu liefern. Die Studie handele „vom Aberwitz der Hohenzollern, durch eine Annäherung an Adolf Hitler monarchistische Politik treiben und durch die Bejahung des Dritten Reiches ihren royalen Status verstetigen zu können“.

Sie ist ein weiterer Beitrag in der Auseinandersetzung um die Berechtigung von Ansprüchen, die die Hohenzollern-Familie in Folge von Enteignungen durch die sowjetische Besatzungsmacht nach 1945 erhebt. Entschädigungen stehen ihr nach dem Ausgleichsleistungsgesetz von 1994 nur zu, wenn der Kronprinz und andere Familienmitglieder bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten keinen „erheblichen Vorschub“ im juristischen Sinne leisteten.

Machtan ist als bisher erster unabhängiger Fachwissenschaftler in das Hausarchiv der Hohenzollern-Familie vorgelassen worden. Darum kündet er auf Basis zahlreicher Dokumente „ein neues Licht auf die deutsche Schicksalswende 1933“ an. Am Mittwoch, den 25.8.2021, um 19:00 Uhr stellt sich Machtan in der Bad Homburger Schlosskirche den Fragen des FAZ-Mitherausgebers Jürgen Kaube.