Brand auf dem Betriebshof von Kloster Seligenstadt

Am Freitag, den 20. Juni 2025, kam es gegen 14 Uhr zu einem Brand im Remisengebäude auf dem Betriebshof der ehemaligen Benediktinerabtei Seligenstadt. Das Feuer konnte durch das rasche und koordinierte Eingreifen der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden. Personen kamen nicht zu Schaden.

Rauch war aus der Remise auf dem Gelände der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen (SG) gemeldet worden. Bereits kurze Zeit später trafen erste Einsatzkräfte ein. Insgesamt waren rund 180 Feuerwehrleute sowie 15 Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes im Einsatz.

Brand in der Remise auf dem Betriebshof des Klosters Seligenstadt. Foto: Anja Dötsch

Personen kamen nicht zu Schaden. Der Dachstuhl musste jedoch entfernt werden. Foto: Anja Dötsch

Großartiger Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften

„Unser großer Dank gilt der Feuerwehr und allen beteiligten Rettungskräften, die umsichtig und mit beeindruckender Professionalität gehandelt haben“, sagt SG-Direktorin Kirsten Worms.
Dr. Anja Dötsch, Leiterin des Fachgebiets Bauangelegenheit und Denkmalpflege der SG, ergänzt: „Die Einsatzkräfte haben sich direkt mit uns abgestimmt und nach den besonders schützenswerten Bereichen gefragt – das zeigt, wie sensibel sie mit dem historischen Ort umgegangen sind.“

Die Schadenshöhe wird nach ersten Schätzungen im siebenstelligen Bereich liegen. Der in der Remise untergebrachte Fuhrpark konnte noch rechtzeitig durch die Feuerwehr geborgen werden.

Herausfordernd gestaltete sich die Brandbekämpfung insbesondere aufgrund des sogenannten Kamineffekts in der Dachkonstruktion. Der Dachstuhl konnte nicht gerettet werden. Die Feuerwehr musste das stark beschädigte Dach nach Abschluss der Löscharbeiten teilweise abtragen, um verbliebene Glutnester zu erreichen. Eine Gefahr für den Verkehr besteht nun nicht mehr. Das Areal ist abgesperrt, der Betriebshof wird durch Bauzäune gesichert. Die Feuerwehr blieb vorsorglich über Nacht vor Ort.

„Wir sind sehr dankbar, dass sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand im Gebäude aufhielt“, so Dr. Anja Dötsch weiter, die die Brandbekämpfung baufachlich unterstützt hat. „Unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort haben durch ihre genaue Kenntnis der gelagerten Stoffe einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit geleistet.“

Einige Scheiben des benachbarten Gewächshauses gingen durch die Hitzeentwicklung zu Bruch, die übrigen Gebäude auf dem Gelände blieben unversehrt.

Die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen zur Brandursache am Montag aufnehmen.

Der Besucherverkehr in der ehemaligen Abtei und im Klostergarten ist am Wochenende nicht beeinträchtigt, das Gelände ist inzwischen wieder voll zugänglich.