| Hopfmannsfeld - Galgen (18. Jh.) | |||||||
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| Der Galgen von Hopfmannsfeld | |||||||
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Zwischen Hopfmannsfeld und Hörgenau, etwa 2 km nordöstlich der Stadt Herbstein, stehen zwei Steinsäulen recht malerisch an der Straße. |
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Es sind die Überreste des Galgens von Hopfmannsfeld, der 1707 errichtet wurde. |
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Dieses Werkzeug des Henkers ist kurioserweise ein Zeugnis von Bürgerstolz und Sparsamkeit, denn vor dessen Bau führte die |
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Nachbargemeinde Rixfeld die Hinrichtungen durch, wofür sie hohe Gebühren verlangten. |
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Erzählungen besagen, dass die Hopfmannsfelder einst einen Dieb gefangen hatten. |
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Wegen der hohen Rixfelder Gebühren kerkerten sie ihn allerdings nur ein, statt ihn hinrichten zu lassen. |
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Mit der Zeit wurde man allerdings überdrüssig, den Gefangenen teuer zu verpflegen. Man ließ den Dieb daher frei, gab ihm 20 Dukaten, |
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die sonst seine Hinrichtung gekostet hätte und nahm ihm das Versprechen ab, sich andernorts aufhängen zu lassen. |
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Angeblich wurde dann der Galgen erbaut, um sich zukünftig solche Ausgaben zu ersparen. |
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Zu dieser humorigen Vorgeschichte passt, dass es historisch nicht belegbar ist, ob an den Hopfmannsfelder Galgen je jemand gehängt |
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wurde. |
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Das Hinrichtungswerkzeug, ein sog. „Dorfgalgen“, auch „Dreiholz“ genannt, nahm ein prosaisches Ende: |
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Ein Bauer verfeuerte 1891 den hölzernen Balken, der die Steinsäulen miteinander verband, kurzerhand im Ofen. |
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Literatur: Winterholler, Otto/Merz, Wilhelm/Jöckel, Walter: Hopfmannsfeld: Die Geschichte eines oberhessischen Dorfes 1276-1997; Lautertal/Vogelsberg 1997. |
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Ziemann, Johanna Maria: Hessen-Südlicher Teil. (In: Die Schwarzen Führer); Freiburg im Breisgau 1999. |
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